Würfe

D-Wurf:

Am 10.04.2009 wurde unser D-Wurf von Freyja und Payka geboren. Es sind 2 Rüden und 4 Hündinnen (eine tot geboren).

Die Rüden heißen:

Die Hündinnen heißen:

Geburt

Wie für Freyja typisch hat sie mich bereits zwei Tage vor der eigentlichen Geburt rund um die Uhr in Alarmstellung gehalten. So war sie nachts sehr unruhig, hechelte und zeigte das übliche Verhalten, was auf eine nahe Geburt hindeutet. Aber erst am Karfreitag gegen 2.30 Uhr wurde der erste Welpe geboren. Vier weitere Welpen folgten in relativ großen Abständen, aber ohne Komplikationen.

Am späten Vormittag war Freyja weiterhin unruhig und hatte immer mal wieder Wehen. Ich tastete ihr den Bauch ab und war mir sicher, dass da noch ein Welpe drin war.
Die Wehen bei Freyja hörten auf, aber ihre Unruhe blieb. Ich entschloss mich wehenfördernde Mittel zu verabreichen, was jedoch keine Wirkung zeigte.

Das Osterwochenende, Komplikationen bei der Geburt und unser Tierarzt war verreist. Super!!!

Um Klarheit zu bekommen, blieb uns nichts weiter übrig als mit Freyja und den Welpen in die nächst gelegene Tierklinik (die auch einen Notdienst hat) zu fahren - nach Lutherstadt Wittenberg. Hier bestätigte sich meine Vermutung – es lag noch ein Welpe im Uterus.
Die Tierärzte spitze diverse Medikamente und schickte uns nach Hause, in der Hoffnung, das Freyja in der gewohnten Umgebung, doch noch auf natürlichem Weg den Welpen auf die Welt bringen kann. Leider erfüllte sich diese Hoffnung nicht - außer ein paar schwachen Wehen – tat sich nichts.
Inzwischen war es später Nachmittag. Also wieder die Bande ins Auto und ab zur Tierklinik. Auch ein letzter Versuch medikamentös die Geburt in Gang zu bringen, war nicht von Erfolg gekrönt. Die Prognose war leider nicht gut. Die Tierärztin war sich sicher, dass dieser Welpe auf normalem Weg nicht mehr kommt.
Um die Hündin und damit auch die 5 bereits geborenen Welpen nicht zu gefährden, musste der letzte Welpe mittels Kaiserschnitt geholt werden. Da inzwischen etliche Stunden vergangen waren, hat es der 6 Welpe (eine schöne große Hündin) leider nicht geschafft und war verstorben.
Das war sehr traurig, aber im Moment zählte nur Freyja, das diese die OP gut übersteht.
Wir waren froh, als wir gegen 22.30 Uhr endlich wieder zu Hause waren und unsere Hündin noch ziemlich benommen wieder in ihre Wurfkiste legen konnten. Glücklicher Weise regten sich sofort alle Instinkte und Freyja begann ihre Welpen zu putzen, als wir diese bei ihr angelegt hatten.
Da Freyja noch nicht fit war und sich kaum bewegte, war es meine Aufgabe in den nächsten Stunden, mich um die Welpen zu kümmern, die recht mobil in der Wurfbox rumrobbten. Kaum hatte sich ein Welpe zu weit (nach der Meinung von Freyja) entfernt, dann jammerte sie und gab erst Ruhe, wenn der Welpe wieder bei ihr lag.

Was für eine Geburt. Stress pur
ich hatte nichts gegessen, seit Tagen nicht geschlafen, mein Konto war geplündert
aber jetzt war ich überglücklich, dass es meiner Hündin und den fünf Kleinen gut ging.

Inzwischen ist wieder Alltag eingekehrt. Ich schlafe wieder im Schlafzimmer und Freyja kümmert sich um ihre Welpen, und das macht sie ganz toll. Die OP-Narbe am Bauch von Freyja sieht gut aus, so dass wir zum Glück erst am Freitag zum Tierarzt müssen (Fäden ziehen). Die Kleine wachsen und gedeihen prima. Sie sind aktiv und machen schon ordentlich krach. Ab einem Alter von 3 Tagen hört man sie schon mal bellen und knurren. Die Pigmentierung der Nasenspiegel und der Ballen ist jetzt ganz deutlich (drei Welpen hatten bereit Pigmente bei der Geburt). Das Geburtsgewicht hat sich fast verdoppelt.

Die ersten Wochen

Unsere Welpen sind nun fast 3 Wochen alt. Dem Alter entsprechend haben nun alle Sinne ihre Funktion aufgenommen, was jedes Mal ein kleines Wunder ist. Aus dem fast hilflos mit dem Kopf pendelnden, robbenden Winzling ist ein kleines aktives Hundebaby geworden, was mit wachem Interesse auf alle Umweltreize reagiert.

Sie können sehen, hören, sitzen, laufen, bellen, knurren, selbstständig Kot und Urin absetzen. Wenn in den ersten beiden Wochen auf Unbehagen mit fiepen reagiert wurde, so können sich die Kleinen jetzt gut verständlich machen, wenn ihnen etwas nicht passt. Dann wird der kleine Kopf in die entsprechende Richtung gedreht und mit einem dumpfes Knurren wird signalisiert – Lass mich in Ruhe. Dem ein oder anderem platz dann auch schon mal der Kragen – je nach Temperament.

Jetzt beginnt die turbulente Zeit. Wäsche waschen und ständig putzen, stehen in den nächsten Wochen ganz oben auf der Arbeitsliste. Denn sobald die Welpen anfangen selbstständig die Wurfkiste zu verlassen, ist nichts mehr vor ihnen sicher.

In wenigen Tagen werden sie dann auch mal in den Garten dürfen – aber dazu beim nächsten Mal mehr.

5 Wochen

Unsere Welpen sind 5 Wochen alt und wachsen und gedeihen prächtig. Sie sind nun täglich sehr viel im Garten. Inzwischen duldet Freyja auch die anderen Großen in der Nähe der Welpen, was ein Aufwachsen im Rudel nun ermöglicht.

Jetzt beginnen sich die kleinen Persönlichkeiten der Welpen abzuzeichnen. So ist die Eine sehr verspielt und der Andere eher Ruhig. Es gibt den Verfressenen usw. Wir werden in den nächsten Wochen dies weiter beobachten. Sie sind jetzt sehr aktiv und beginnen uns zu den Hühnern, Enten und Gänsen zu begleiten. Dort verhalten sie sich wie erwartet sehr ruhig und gelassen. Selbst die sehr jungen Enten und Gänse hatten keine Panik als die Welpen das erste Mal im Gehege waren.

Die Kleinen werden langsam stubenrein. So wird das große Geschäft nur noch draußen erledigt und auch die kleinen Pfützen werden weniger. Das frühe Training zahlt sich wieder aus.

Die Wurfkiste hat ausgedient und wurde von uns inzwischen wieder abgebaut. Die Rasselbande schläft jetzt mit Muttern so im Zimmer. Wir haben wieder viel Besuch von Kindern, Freunden, Verwandten und selbstverständlich von den späteren Besitzern.

Die letzten Wochen...

sind wie im Flug vergangen. Unsere Welpen sind sehr aktiv und lebhaft. Mehr als bei den anderen Würfen merkt man die einzelnen Charakterunterschiede der Kleinen.
Auch dieser Wurf hat seine Lieblingsplätze auf unserem Grundstück. So sind die Kleinen meist auf dem Sandhaufen oder unter den Tannen zu finden. Mit den Großen verstehen sich die Welpen sehr gut. Sie haben gelernt, wer wie zu nehmen ist und Verhalten sich entsprechend. So wissen sie sehr gut, dass Wotan ein sehr geduldiger Hund ist, der jedoch, wenn es um den Schutz des Grundstück geht, nicht gestört werden will und dann niemanden im vorderen Bereich duldet. Mit Camoni kann man gut spielen, aber sie wird manchmal übermütig und dann ist es besser in Deckung zu gehen.
Chiara achtet sehr auf ihre persönlichen Ressourcen und die Welpen haben schnell gelernt dies zu respektieren.
Uns hängen sie wie Kletten an den Fersen wenn wir auf dem Grundstück unterwegs sind. Es könnte ja was leckres zu fressen geben oder was spannendes passieren.
Aber auch von diesen süßen Rackern heisst es Abschied nehmen. Alle unsere Welpen sind inzwischen in ihr neues Zuhause eingezogen. Wir wünschen ihren neuen Besitzern alles erdenklich gute und viele glückliche Jahre mit den Hunden.